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Die 5 Fragen, die KI-Kommunikation jetzt entscheiden

Feb 15, 2026

Die Learnings aus unserem KI-Event „Prompt. Publish. Panic?“. Erfahren Sie, wie Sie KI wirksam und markenkonform einsetzen. Inklusive aller Slides zum Download.

KI ist nicht einfach nur ein neues Tool, das man nebenbei einführt. Künstliche Intelligenz ist ein Multiplikator: Sie macht gute Kommunikation exponentiell besser – und mittelmäßige Kommunikation massenhaft. Genau darum ging es bei unserem Event „Prompt. Publish. Panic?“ in den Jägerwald Studios in Wien. Wir haben die Fragen gestellt, die jetzt wirklich zählen: Welche Entscheidungen müssen Teams treffen, damit KI wirksam, verantwortungsvoll und markenkonform arbeitet?

Für alle, die nicht dabei sein konnten oder die Inhalte noch einmal vertiefen wollen, haben wir gute Nachrichten. Die kompletten Präsentationen des Abends stehen für Sie zum Download bereit, inklusive aller Beispiele, Frameworks und Checklisten.

Doch was waren die zentralen Erkenntnisse? 

1. Warum wirkt so viel KI-Content gleich, und wie verhindern wir das?

Diese Frage bildete den Kern der Keynote von Martin Schwarz, Geschäftsführer von AustriaContent. Seine Antwort ist eine Metapher: KI-Content ist wie der Nilbarsch im Viktoriasee. In den 1960er-Jahren ausgesetzt, um die Fischerei effizienter zu machen, fraß er nicht nur andere Fische, sondern vor allem die biologische Vielfalt. Ähnlich verhält es sich mit unreflektiertem KI-Einsatz: Er ist effizient, dominant – und führt zu einer Monokultur der Inhalte – sofern man nicht aktiv gegensteuert.

Der praktische Shift, den Unternehmen jetzt vollziehen müssen, weg von der Frage „Wie viele Texte schafft die KI pro Tag?“ hin zu strategischen Fragen, die Differenzierung schaffen:

👉 Ist das, was wir sagen, konkret genug?
👉 Ist es überraschend und bricht mit Erwartungen?
👉 Ist unsere Botschaft spürbar?
👉 Und die wichtigste Frage: Können das auch nur WIR so sagen?

Der Schlüssel liegt in der „Human in Command“-Logik von AustriaContent, bei der der Mensch nicht nur als Kontrolleur am Ende der Kette agiert, sondern als strategischer Regisseur ganz am Anfang.

Sie wollen die „Human in Command“-Logik verstehen und die 10 konkreten Regeln für Texte, die nicht nach KI klingen, direkt anwenden? Dann laden Sie sich jetzt die Präsentation herunter.

2. Was bedeutet „Transparenz“ bei KI, ohne in Überinformation zu kippen?

Technik ist weder gut noch schlecht. Aber auch niemals neutral. Mit diesem Leitsatz eröffnete Dr. Sebastian Rosengrün vom AI Impact Lab in Berlin seinen Vortrag. Mit dem EU AI Act wird das abstrakte Konzept der Transparenz sehr konkret.

Zwei Punkte sind für Kommunikator:innen entscheidend:

👉 Nutzer:innen müssen wissen, wenn sie mit einer KI interagieren (z. B. bei Chatbots).
👉 KI-generierte oder manipulierte Inhalte wie Bilder, Audio- oder Videodateien müssen klar gekennzeichnet werden, um Deepfakes zu bekämpfen.

Die Herausforderung liegt im Balanceakt zwischen Offenlegung und Überinformation, zwischen der Blackbox der Algorithmen und einem gläsernen Kasten sowie zwischen strenger Regulierung und digitaler Innovation.

Aus der Praxis ergeben sich klare Regeln: Prüfen Sie den KI-Output, anstatt ihm blind zu glauben. Seien Sie transparent, aber ohne Ihr Publikum zu verwirren. Betrachten Sie KI als Unterstützung, nicht als Ersatz für menschliche Expertise, und versprechen Sie nichts, was die Technologie nicht halten kann.

Die Folien von Dr. Rosengrün enthalten konkrete Do’s und Don’ts sowie Beispiele für Transparenzhinweise. Laden Sie jetzt die Slides herunter.

3. Wie wird KI Teil unserer Story, ohne dass wir zur „KI-Bude“ werden?

Wir haben jetzt auch KI! Dieser Satz war vielleicht 2023 noch eine Meldung wert, heute ist er kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Wenn die Technologie die Hauptrolle in Ihrer Kommunikation spielt, läuft Ihre Marke Gefahr, zu einer austauschbaren „KI-Bude“ zu werden. Die eigentliche Story Ihres Unternehmens geht dabei verloren.

Die bessere Leitfrage lautet daher: Passt der KI-Einsatz zu unserer Marke, unserer Tonalität und unseren Kommunikationszielen – oder arbeitet er sogar dagegen? Die Technologie muss der Strategie folgen, nicht umgekehrt. Authentizität entsteht nicht durch das Hervorheben der Werkzeuge, sondern durch die Qualität und Einzigartigkeit dessen, was Sie damit erschaffen.

Wie einzigartig das sein kann, hat Julian Wiehl von der Vangardist Agency in Wien gezeigt - mit spannenden und optisch erstaunlichen Use Cases.

In den gesammelten Präsentationen finden Sie wertvolle Leitlinien zur Positionierung und Formulierung, damit KI Ihre Marke stärkt, anstatt sie zu überlagern. Holen Sie sich jetzt die Unterlagen.

4. Warum reicht ChatGPT für professionelle Teams nicht aus?

Solange Ihr Team nur mit einem Chatfenster interagiert, spielt es Ping-Pong mit einem Algorithmus. Der Kreislauf aus Prompt, unpassendem Output und nächstem Prompt ist ineffizient und frustrierend. Denis Möller von nuwacom.ai zeigte in seinem Vortrag, was die Alternative ist: eine echte Kontext-Maschine.

Eine solche Plattform ist mehr als nur ein Chat. Sie integriert das gesamte Wissen eines Unternehmens und wird so zum strategischen Partner. Zu den Kernkomponenten gehören:

👉 Marken-DNA: Werte, Tonalität und Stilregeln sind fest hinterlegt.
Wissen: Eine zentrale Datenbank mit allen relevanten Dokumenten und Informationen.
👉 Gedächtnis: Der Kontext vergangener Interaktionen geht nicht verloren.
Impulse: Aktuelle Webrecherchen und Trendanalysen fließen mit ein.

Das Ergebnis ist ein Output, der von Anfang an kanal- und markenkonform ist.

Doch Denis Möller betonte auch: Eine solche Maschine funktioniert nur mit sauberen Daten, klar definierten Prozessen und durchdachten Format-Rezepten.

Laden Sie sich jetzt die Präsentation von Denis Möller herunter.

5. Ist Voice AI der nächste KI-Trend - und wo sind die Grenzen?

Voice AI wird unter Umständen zum nächsten großen Trend im KI-Umfeld. Deshalb hat AustriaContent gemeinsam mit Lessswork Productivity Solutions eine spezielle Anwendung für den Einsatz in der Pressearbeit entwickelt: Den PR Voicebot. Der Voicebot ist kein Callcenter-Gadget, sondern ein „First Responder“ für Medienanfragen. André Liss von Lesswork Productivity Solutions erklärte, warum diese Technologie gerade jetzt für die Pressearbeit relevant wird. In einer schrumpfenden Medienlandschaft mit steigendem Zeitdruck wird Erreichbarkeit zum entscheidenden Faktor.

Ein PR Voicebot bietet handfeste Vorteile:

👉 24/7-Erreichbarkeit: Deadlines passieren auch abends, am Wochenende oder in anderen Zeitzonen.
👉 Intelligente Weiterleitung: Der Bot erkennt die Komplexität einer Anfrage und leitet bei Bedarf an den richtigen Menschen weiter.
👉 Sofortige Materiallieferung: Er versendet umgehend Factsheets, Pressemitteilungen oder Bilder.
👉 Mehrsprachigkeit: Er bedient Anfragen aus verschiedenen Märkten in der jeweiligen Landessprache.

Gleichzeitig zog André Liss eine klare rote Linie. Der Bot ist die erste Service-Instanz, aber niemals der Beziehungspartner. Strategische Gespräche, Hintergrund-Briefings oder der Aufbau von Vertrauen bleiben zutiefst menschliche Aufgaben.

Alle Use Cases, Daten zur Erwartungshaltung von Journalist:innen und detaillierte Feature-Übersichten des PR Voicebots finden Sie in den Präsentationen

Laden Sie hier alle Präsentationen von „Prompt. Publish. Panic?“ als gebündeltes PDF-Paket herunter.

Wir danken unseren großartigen Partnern, die wesentlich zur Organisation des Events beigetragen haben: Den Jägerwald Studios in Wien, Vangardist Agency, Mediamoss Akademie und Nuwacom. 🤝